Mit neuer Kampagne gegen Belästigung, Diskriminierung und Gewalt.

Das Rote Kreuz Innsbruck setzt mit einer breit angelegten Sensibilisierungskampagne auf ein wertschätzendes Miteinander. Die Hilfsorganisation knüpft damit an die internationale Anti-Gewalt-Initiative „Orange the World“ an.

Sexuelle Übergriffe sind ein weltweites Problem. Vom 25. November (dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen) bis zum 10. Dezember (dem internationalen Tag der Menschenrechte) wird von vielen Organisationen und Staaten rund um den Globus auf das Recht, gewaltfrei zu leben, aufmerksam gemacht. Auch Österreich nimmt seit 1992 an dieser „Orange the World“-Aktion teil. Das Rote Kreuz Innsbruck (RKI) schließt sich nun mit der Sensibilisierungskampagne #taktgefühl an. #taktgefühl soll in den eigenen Reihen ein starkes Bewusstsein für einen achtsamen Umgang erzeugen.

Hinschauen & nicht wegschauen
Eines ist klar: Belästigung findet nicht erst statt, wenn es körperlich wird. Doch wann beginnt sexuelle Belästigung tatsächlich, und wann Gewalt? Wo und wie werden persönliche Grenzen überschritten? Welche Rolle spielt die Sprache? Und ab wann sollte man hinschauen und nicht wegschauen?

Diese und weitere Fragen hat sich das RKI gestellt und daraus – gemeinsam mit dem Verein „Frauen* im Brennpunkt“ – eine Kampagne entwickelt, die darauf abzielt, das eigene Verhalten im Umgang mit anderen zu hinterfragen. Im Zentrum von #taktgefühl steht ein Weiterbildungsangebot für alle RKI-Mitarbeitenden, das die gegenseitige Wertschätzung, die Verantwortung, die Diversität und die Gemeinschaft stärkt.

„Wir gehen täglich respekt- und taktvoll mit Kranken und Schwachen um und setzen in unseren Erste-Hilfe-Kursen auf Taktgefühl. Jetzt wollen wir mit #taktgefühl das Themenfeld der sexuellen Übergriffe aus der Tabuzone holen. Durch eine bewusste Auseinandersetzung mit allen Arten von Belästigungen, Diskriminierungen und Gewalt schärfen wir auch hier unsere Wahrnehmung“, sagt RKI-Geschäftsführerin Alexandra Tanda.

Wertschätzung als Teil der Weiterbildung
Die Führungskräfte des RKI sind mit gutem Beispiel vorangegangen und wurden bereits „sensibilisiert“. Aktuell werden alle Mitarbeitenden mit einer Infokampagne auf die Thematik hingewiesen. Ab 2022 wird #taktgefühl in den Ausbildungsplan des RKI integriert. Dabei ist vorgesehen, die gesamte Bandbreite von Belästigungen und Diskriminierungen offen zu besprechen und die gendersensible Handlungs- und Sprachkompetenz zu festigen.

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Das RKI setzt mit breit angelegter Sensibilisierungskampagne auf ein wertschätzendes Miteinander.
Die Sensibilisierungskampagne #taktgefühl soll ein starkes Bewusstsein für einen achtsamen Umgang erzeugen.

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