20 Betten, warmes Essen & soziale Betreuung – Erhöhte Nachfrage erwartet.

Das Rote Kreuz Innsbruck bietet Obdachsuchenden im Winter Schlafplätze, Duschen, Mahlzeiten und menschliche Nähe an. Am Sonntag ist es wieder soweit: Die Notschlafstelle nimmt ihren Sozialbetrieb für die kommenden fünf Monate auf.

Das Leben auf der Straße ist eine große Belastung, ganz besonders wenn es draußen kalt ist. Obdachlose Menschen haben im Winter kein Dach über dem Kopf und kaum Möglichkeiten, sich aufzuwärmen. Das Rote Kreuz Innsbruck (RKI) bietet beides. Am Sonntag, dem 13. November, öffnet die Notschlafstelle wieder mit 20 warmen Schlafplätzen ihre Pforte in der Richard-Berger-Straße 10. Die soziale Einrichtung bleibt bis 14. April 2023 täglich von 18 Uhr bis 8 Uhr geöffnet. Nächtigende werden bis 23 Uhr aufgenommen. Einlass finden Männer und Frauen, für die es keine anderweitigen Übernachtungsangebote gibt.

„Unsere Klient:innen erhalten einen warmen und sicheren Schlafplatz, Essen, Hygieneartikel, die Möglichkeit zu duschen und ein offenes Ohr für Ihre Sorgen und Nöte“, sagt Stefan Biebel, Leiter der Abteilung Gesundheit und Soziale Dienste beim RKI. 

Neben ausreichend Zeit für Gespräche ist bei Bedarf auch eine basismedizinische Versorgung durch medcar(e) sichergestellt. Ein besonderes Anliegen ist den Mitarbeiter:innen der Notschlafstelle ein wertschätzender Umgang, die Begegnung auf Augenhöhe und die Vermittlung eines Zuhause-Gefühls, wenn auch nur für kurze Zeit.
Stichwort Corona: Die klassischen Maßnahmen wie Händedesinfektion, Masketragen und Symptombeobachtung bleiben auch in dieser Saison aufrecht.

Stärkerer Zulauf wahrscheinlich
Seit 13 Jahren ist die Winternotschlafstelle des RKI – im Auftrag von Stadt und Land – Teil des Betreuungsangebots für Obdachsuchende in Innsbruck. In der vergangenen Wintersaison verzeichnete die RKI-Notschlafstelle 2.781 Nächtigungen, das entsprach einer Auslastung von über 90 Prozent. Aufgrund der aktuell schwierigen Wirtschaftslage mit einer hohen Inflation stellt sich die Notschafstelle auf einen noch stärkeren Zulauf ein. Andere soziale Angebote des RKI wie z. B. die Tafel oder die Sozialbegleitung werden bereits vermehrt nachgefragt. Sollte die Notschlafstelle Menschen wegen Überfüllung nicht aufnehmen können, werden sich die Betreuer:innen bemühen, Schlafplätze in anderen Einrichtungen zu organisieren.

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Vor wenigen Tagen wurde die Notschlafstelle aufgebaut.
Credit: Rotes Kreuz Innsbruck

Stefan Biebel, Leiter der Abteilung Gesundheit & Soziale Dienste, im O-Ton 1.
Die Notschlafstelle bietet Unterkunft & Verpflegung.
Credit: Rotes Kreuz Innsbruck

Stefan Biebel, Leiter der Abteilung Gesundheit & Soziale Dienste, im O-Ton 2.
Ein warmer Schlafplatz im Winter ist oft lebensrettend.
Credit: Rotes Kreuz Innsbruck

Stefan Biebel, Leiter der Abteilung Gesundheit & Soziale Dienste, im O-Ton 3.

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