Kursboom trotz Corona – 2022: Hoffen auf Wiederaufnahme der Kurse für Privatpersonen.

Die Pandemie hat sich unerwartet positiv auf die Erste-Hilfe-Kurse ausgewirkt. Das Rote Kreuz Innsbruck verzeichnete 2021 teilweise eine stärkere Nachfrage als vor Corona – obwohl das Kursangebot gesetzlich eingeschränkt war.

Lockdowns und Beschränkungen machten es in den Coronajahren 2020 und 2021 nicht einfach, Erste-Hilfe-Kurse abzuhalten. Aus Sicherheitsgründen und zur Verringerung der Ansteckungsgefahr durften nur Grund- und Auffrischungskurse für betriebliche Zwecke, für Ausbildungszwecke sowie für Führerscheinneulinge und für Kinderbetreuer:innen durchgeführt werden. Umso erstaunlicher ist es, dass die Nachfrage nach Erste-Hilfe-Kursen beim Roten Kreuz Innsbruck (RKI) für diese Gruppen im Jahr 2021 größer war als vor der Pandemie.

Großer Andrang, kleinere Kurse
Während das RKI 2019 insgesamt 408 Grund-, Auffrischungs-, Führerschein- und Kindernotfallkurse für 5.945 Personen abhielt, stieg die Anzahl im Coronajahr 2021 auf 468 Kurse mit insgesamt 5.747 Teilnehmenden – und das trotz zwangsläufiger Kursstreichungen in den Lockdowns. Die deutlich höhere Kursfrequenz liegt unter anderem auch daran, dass die Kursgruppen zum Schutz aller verkleinert wurden.

„Das Bedürfnis, lebensrettende Sofortmaßnahmen der Ersten Hilfe zu erlernen oder vorhandene Kenntnisse aufzufrischen, ist durch Corona gestiegen“, berichtet Elisabeth Spechtenhauser, Leiterin des Ausbildungszentrums im RKI.

Hohe Flexibilität bei Führerscheinkursen
Besonders auffallend war der große Andrang bei den 4-stündigen Auffrischungskursen für betriebliche Ersthelfer:innen mit 59 Kursen und 664 Teilnehmenden im Jahr 2021 (nach 44 Kursen für 634 Personen im Jahr 2019) sowie bei den Führerscheinkursen, deren Anzahl sich von 39 Kursen mit 482 Teilnehmenden im Jahr 2019 auf 63 Kurse mit 893 Teilnehmenden im Jahr 2021 nahezu verdoppelte.

Um den großen Zulauf zu bewältigen, musste das Ausbildungsteam weitgehend flexibel agieren. Das zeigte sich vor allem bei den Führerscheinkursen. Der durch die Pandemie verursachte Rückstau in diesem Bereich konnte nur in der virenarmen Zeit abgearbeitet werden. Spechtenhauser: „Im Sommer haben wir die Kursfrequenz sogar verdreifacht.“

Im Ausbildungszentrum des RKI hofft man nun auf ein baldiges Ende der Pandemie und blickt zuversichtlich in die Zukunft. 2022 soll es, so die gesetzlichen Vorgaben es zulassen, auch wieder Erste-Hilfe-Kurse für Privatpersonen geben. Die Kursformate „Erste Hilfe mit Hund“, „Erste Hilfe am Berg“ und „Erste Hilfe für Senior:innen“, allesamt covidbedingt ausgesetzt, warten darauf, neu ausgerollt zu werden.

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Trotz Corona boomten 2021 die Erste-Hilfe-Kurse beim RKI.

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