17 Blaulichtorganisationen aus Innsbruck und Umgebung im Übungseinsatz

Am Samstag stellten sich mehr als 100 Einsatzkräfte einem Dauereinsatz: In 37 realitätsnahen Szenarien übten 17 Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im gesamten Raum Innsbruck den Ernstfall.

Kohlenmonoxid-Alarm in einer Volksschule in Neuarzl, verunglückte Waldarbeiter in Rum und zwei Paragleiter, die ungewollt im Inn landen. Notfälle wie diese drei Übungsszenarien können jederzeit passieren und erfordern ein rasches, abgestimmtes Handeln aller Einsatzkräfte.

Um im Ernstfall so schlagkräftig und effizient wie möglich zu sein, übten 17 Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) am BOS-Schulungstag den Ernstfall. Die Bergrettungen Innsbruck und Hall, die Johanniter Tirol, die Malteser Tirol, das Rote Kreuz Innsbruck, das Rote Kreuz Hall, der Samariterbund Tirol, die Wasserrettung Innsbruck, die ÖAMTCFlugrettung, die Freiwilligen Feuerwehren Mühlau, Neuarzl, Reichenau, Rum, Wattens und Hall, die Mobile Überwachungsgruppe (MÜG) sowie die ÖBB-Einsatzkräfte probten gemeinsam 37 unterschiedliche Szenarien. Wie auch im Dienstalltag erstreckte sich das Einsatzgeschehen über weite Teile von Innsbruck und Umgebung.

Reibungslose Zusammenarbeit

Der alle zwei Jahre stattfindende BOS‑Schulungstag legt den Fokus bewusst auf alltägliche Notfälle, die genauso herausfordernd sind wie Großunfälle. Entscheidend ist dabei eine reibungslose Zusammenarbeit, gefolgt von einer gründlichen Nachbesprechung jedes Szenarios, um kontinuierlich dazuzulernen.

„Beim BOS‑Schulungstag steht die individuelle Patient:innen-Versorgung im Mittelpunkt“, erklärt Volker Schäfer, Übungsleiter und stellvertretender Chefarzt bei den Johannitern Tirol. „Wir simulieren den Echtfall so realitätsnah wie möglich und besprechen dann direkt, wie wir unsere Abläufe weiter verbessern können.“

Armin Krösbacher, Übungsleiter und Chefarzt beim Roten Kreuz Innsbruck: „Unser Dank gilt allen Einsatzkräften, die sich auf diesen fordernden Übungstag eingelassen haben. Die heutigen Erkenntnisse werden uns im Ernstfall noch effizienter machen und den Betroffenen zugutekommen.“

Diesmal wurden vor allem Giftaustritte im öffentlichen Raum sowie Fahrzeugabstürze im unwegsamen und alpinen Gelände geübt. In der Realität treffen Rettungsdienst-Teams mit Kolleg:innen anderer Blaulichtorganisationen täglich bei Einsätzen zusammen und arbeiten Hand in Hand.

Fakten auf einen Blick

* Tirolweit einzigartiges Schulungskonzept in Bezug auf Größe und Anzahl der Beteiligten

* 17 Einsatzorganisationen.

  • Bergrettungen Innsbruck und Hall
  • Johanniter Tirol
  • Malteser Tirol
  • Rotes Kreuz Innsbruck und Hall
  • Samariterbund Tirol
  • Wasserrettung Innsbruck
  • ÖAMTC-Flugrettung
  • Freiwillige Feuerwehren Mühlau, Neuarzl, Reichenau, Rum, Wattens & Hall
  • Mobile Überwachungsgruppe (MÜG)
  • ÖBB-Einsatzkräfte

* 37 Szenarien

* über 100 aktive Einsatzkräfte

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Armin Krösbacher, Chefarzt Rotes Kreuz Innsbruck und Übungsleiter, koordiniert von der Leitstelle aus. „Unser Dank gilt allen Einsatzkräften, die sich auf diesen fordernden Übungstag eingelassen haben. Die heutigen Erkenntnisse werden uns im Ernstfall noch effizienter machen und den Betroffenen zugutekommen.“
Credit: Rotes Kreuz Innsbruck

In einem Kesselwaggon am Bahnhof in Hall in Tirol ist konzentrierte Essigsäure ausgetreten.
Credit: Rotes Kreuz Innsbruck/Bernhard Stolz
Bei einem Kohlenmonoxidaustritt in einer Volksschule kommt der Notarzthubschrauber zum Einsatz.
Credit: Rotes Kreuz Innsbruck/Bernhard Stolz

Volker Schäfer, Stellvertretender Chefarzt der Johanniter Tirol, mitten im Einsatzgeschehen. “Wir simulieren den Echtfall so realitätsnah wie möglich und besprechen dann direkt, wie wir unsere Abläufe weiter verbessern können.“

Credit: Rotes Kreuz Innsbruck/Bernhard Stolz

Die Verletzten des Gefahrgutaustritts im Zug werden rasch versorgt.
Credit: Rotes Kreuz Innsbruck/Bernhard Stolz
Die Situation in der Volksschule Neuarzl ist dank einer guten Koordination der Einsatzkräfte schnell unter Kontrolle.
Credit: Rotes Kreuz Innsbruck/Bernhard Stolz

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