Nach mehr als 3 Jahren geht der bislang längste durchgehende Einsatz des Roten Kreuzes Innsbruck am Sonntag den 30. April 2023 mit beeindruckenden Leistungszahlen zu Ende. In mehr als 210.000 Einsatzstunden wurden z.B. mehr als 1 Million Tests durchgeführt und fast 85.000 Anrufe an der Corona Hotline des Landes abgewickelt. Jetzt wandert der Einsatz ins Archiv.
Am 25. Feber 2020 transportierte das Rote Kreuz Innsbruck die ersten beiden Patienten bei denen COVID-19 in Österreich nachgewiesen wurde in die Klinik Innsbruck. Dieser Tag veränderte für mehr als 3 Jahre alle Leistungsbereiche nachhaltig und stellte die gesamte Organisation vor neue bisher nie dagewesene Herausforderungen und neue Aufgabenstellungen.
Bereits 3 Tage später nehmen Innsbrucker Rot Kreuzler die ersten Anrufe besorgter Bürger:innen an der Hotline des Landes entgegen, einen weiteren Tag später gehen die ersten mobilen Screeningteams in den Dienst und am 12. März startet die erste behördliche COVID-Teststraße mit Mitarbeiter:innen des Roten Kreuzes welche uns bis zum Einsatzende begleiten wird.
Die Aufgaben während des Pandemieeinsatzes sind vielfältig. Neben den PCR Tests in offiziellen Testeinrichtungen und mit mobilen Teams im Auftrag des Landes Tirol werden für die Bevölkerung laufende Antigen- und später Gurgeltests angeboten und auch verschiedene Firmen und Organisationen werden bei Tests unterstützt. Neben diesen Aufgaben die das Rote Kreuz flächendeckend in Tirol anbietet werden in Innsbruck weitere Aufgaben wie die Unterstützung in Impfeinrichtungen des Landes und der Stadt übernommen, psychosoziale Betreuung für Personen in Quarantäne in den ersten Wochen und Monaten angeboten, die Klinik Innsbruck im Bereich Tele-COVID unterstützt, Kurse für COVID-19 Beauftragte angeboten, das Land im Coronacenter unterstützt und insbesondere auch die COVID Hotline des Landes über den gesamten Betriebszeitraum in der Nacht und am Wochenende betrieben. Gemeinsam mit der MedCare des Landesverbandes Tirol wurde auch für die besonders vulnerable Gruppe obdachloser Menschen eigens Tests angeboten und auch im Erstaufnahmezentrum für geflüchtete Menschen aus der Ukraine führten wir das COVID Screening im Auftrag der Behörden durch.
„Während des gesamten Einsatzes war es immer unsere Priorität neben den zusätzlichen Aufgaben die zu erfüllen waren auch die gewohnten Dienstleistungen des Roten Kreuzes für die Bevölkerung so weit als irgend wie möglich aufrecht zu erhalten und dabei aber für unsere eigenen Mitarbeiter:innen immer bestmöglich sichere Arbeitsbedingungen zu schaffen“ so Christian Schneider der als Bezirksrettungskommandant und Gesamteinsatzleiter für den COVID Einsatz des Roten Kreuzes in der Landeshauptstadt verantwortlich war.
Stefan Hofmarcher streicht als Betriebsleiter insbesondere auch die Belastungen des Personals im Rettungsdienst hervor: „Das Arbeiten mit voller Schutzausrüstung oder wie in den letzten Monaten auch nur mit FFP2 Maske stellte für unsere Mitarbeiter:innen die oft in Extremsituationen Hilfe bringen müssen eine besondere Herausforderung dar.“
„Ein besonderer Dank gilt neben den Führungskräften im Kommando die z.B. für die gesamte Personallogistik oder Personalplanung verantwortlich waren auch allen Partnern wie befreundeten Rettungsorganisationen, der Feuerwehr und Exekutive, allen Behörden und deren Verantwortungsträgern so wie den Partnern an den Standorten unserer verschiedenen Testeinrichtungen und unserem Rot Kreuz Landesverband und der RK Bezirksstelle Hall die uns tatkräftig unterstützt hat“ so Bernd Döring – Chef des Stabes im Bezirksrettungskommando.
„Ohne das immense Engagement jedes Einzelnen – egal ob ehrenamtlich, hauptamtlich, Zivildiener oder Mitarbeiter:in im freiwilligen sozialen Jahr – wäre es nicht möglich gewesen ohne Vorlaufzeit sofort wichtige neue Aufgaben zur Pandemiebewältigung zu übernehmen und alle anderen Aufgabenbereiche trotzdem, so weit während der Pandemie zulässig, aufrecht zu erhalten. Ein besonders großes DANKE gilt daher unseren eigenen Mitarbeiter:innen“ so Obmann Rupert Stöckl und Bezirksrettungskommandant Christian Schneider unisono.
FACTBOX:
Corona in Zahlen
- Über 1 Million Abstriche bzw. COVID Tests durchgeführt
- 85.000 Anrufe der COVID Hotline durch RK Mitarbeiter:innen bearbeitet
- Mehr als 210.000 Einsatzstunden
Tätigkeitsbereiche, zum Teil exklusiv
- PCR und Antigentests für die Bevölkerung
- COVID-19 Tests in Firmen, für obdachlose Menschen und im Erstaufnahmezentrum für Menschen auf der Flucht
- Sondertests für Reisende z.B. am Flughafen Innsbruck
- Sanitätsdienstliche Betreuung und Unterstützung in Impfeinrichtungen
- Corona Hotline des Landes
- Psychosoziales Betreuungsangebot
- Tele-COVID
- Mitarbeit im Corona Center des Landes

Credit: Rotes Kreuz Innsbruck

Credit: Rotes Kreuz Innsbruck