Neues Rotkreuz-Zentrum Innsbruck entsteht.

Das in die Jahre gekommene Rotkreuz-Zentrum Innsbruck wird neu gebaut. Neben einer modernen Rettungswache sollen künftig auch sämtliche Gesundheits- und Sozialangebote des Roten Kreuzes Innsbruck am rundum erneuerten Standort Platz finden.

Das Rotkreuz-Zentrum Innsbruck wurde 1968 am Sillufer 3/3a errichtet. Damals, vor 54 Jahren, als kaum jemand ein Auto besaß und in den Haushalten Schwarzweiß-Fernseher flimmerten, war die Bevölkerungsdichte noch deutlich geringer. Heute steht das Rote Kreuz Innsbruck (RKI) vor völlig geänderten demografischen Anforderungen, mit einem starken Fokus auf Sozialdienstleistungen und einer hohen Frequenz an Rettungseinsätzen und Krankentransporten.

Die Rettungswache versorgt mittlerweile 20 % der Tiroler Bevölkerung mit Rettungs- und Notarzteinsätzen sowie Krankentransporten. Dieser Betrieb ist unter den gegebenen Umständen mittelfristig nicht aufrecht zu erhalten. Das sanierungsbedürftige Gebäude am Sillufer platzt förmlich aus allen Nähten und stößt sowohl an seine Kapazitäts- als auch an seine Funktionsgrenzen. Einige wichtige soziale Dienstleistungen wie der Hausnotruf oder die Notschlafstelle sind seit geraumer Zeit an anderen Standorten untergebracht.

Breit angelegter Wettbewerb für den besten Entwurf
Vor diesem Hintergrund und nach eingehender Prüfung sprach sich der Innsbrucker Gestaltungsbeirat (IGB) für den Abbruch des Rotkreuz-Zentrums aus und empfahl den Neubau eines größeren, zeitgemäßen Gebäudekomplexes. Den Auftakt zum Neubau bildet ein breit angelegter Architekturwettbewerb. Der Wettbewerb ist – unter Einbeziehung der Kammer für Architekten und Ingenieurkonsulenten – diese Woche gestartet.

Die anspruchsvolle Aufgabe für die Teilnehmenden besteht darin, das Rotkreuz-Zentrum mit Betriebsräumen für alle Gesundheits- und Sozialdienstleistungen des RKI sowie einer modernen Rettungswache neu zu planen. Dabei müssen selbstverständlich ökologische, ökonomische und soziokulturelle Aspekte berücksichtigt werden. Der beste baukünstlerische Vorentwurf gewinnt.

„Ich freue mich, dass wir das Bauvorhaben dank der Unterstützung der Stadt Innsbruck und dem Land Tirol realisieren können. Der Neubau bringt alle unsere Dienstleistungen an diesen verkehrsgünstigen und rettungstechnisch idealen Standort und macht das Rotkreuz-Zentrum zu einer wichtigen Anlaufstelle für die Bevölkerung. Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Architekturwettbewerb zur besten baulichen Lösung kommen werden“, sagt RKI-Geschäftsführerin Alexandra Tanda.

Im Zuge des Neubaus wird der gesamte Rotkreuz-Betrieb mit Rettungsdienst, Bezirksrettungskommando, Verwaltung, Seminarzentrum, Vereinsräumen, dem Pflegehilfsmittel- und Sicherheitsservice-Anbieter Medi Trans, der Notschlafstelle und Räumlichkeiten für soziale und sozialmedizinische Leistungen neu errichtet. Hinzu kommen eine Tiefgarage und ein großzügiger Hofbereich. Überdies werden Wohnungen für diverse Zielgruppen gebaut, darunter betreubare Wohneinheiten, Wohnungen für Zivildiener und Studierende sowie Übergangswohnungen.

Die Entscheidung für das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbs soll noch vor dem Sommer 2022 fallen. Im Anschluss daran wird die Vergabe des Bauvorhabens an einen Generalunternehmer ausgeschrieben, damit im Laufe des Jahres 2023 der Spatenstich erfolgen kann.

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Das in die Jahre gekommene Rotkreuz-Zentrum in Innsbruck
wird neu gebaut.

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