Testen, testen, testen…

…so war und ist die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur effizienten Bekämpfung der Corona-Epidemie. Das Österreichische Rote Kreuz unterstützt in organisatorischen Belangen das Land Tirol bei der Umsetzung dieser Aufgabe. Ein Beispiel dafür ist die Sreeningstraße in Innsbruck.

„Das Drive-in in der Olympiaworld führt sowohl Tests von Personen mit Krankheitssymptomen, die von der Gesundheitshotline 1450 zugewiesen werden, als auch vorbeugende Test von definierten Personengruppen wie MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen oder Test für Studien durch“, meint Peter Mähr, der in enger Zusammenarbeit mit der Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH als Ansprechpartner für alle Beteiligten dient. Die Personen kommen mit dem eigenen Fahrzeug nachdem sie von der 1450 per SMS zur Testung aufgefordert worden waren. Nach der Aufnahme der Daten werden die zu Testenden zum medizinischen Personal weitergeleitet, die den Abstrich nehmen. „Dabei müssen die Personen niemals ihr Fahrzeug verlassen, das schützt einerseits das Personal vor einer Ansteckung und beschleunigt auch das Verfahren selbst, sodass zu Spitzenzeiten fast 300 Personen täglich getestet werden konnten. Wichtig dabei war die korrekte Zuordnung der Daten zum Abstrich, was wir liebevoll ´verheiraten` getauft haben“, so der erfahrene Rot Kreuz Mitarbeiter.

Änderungen durchlaufen

Die Sreeningstraße hat auch einige Veränderungen durchlaufen. „Ganz zu Beginn waren wir in Zelten am Baggersee, dann übersiedelten wir zur Firma Anzengruber und schlussendlich haben wir jetzt die großzügigen Räumlichkeiten in der Olympiahalle zur Verfügung“, erinnert sich Peter. Zusammen mit dem Rot Kreuz Personal sind ständig MitarbeiterInnen der Mobilen Überwachungsgruppe, diplomiertes Personal des Landes und Teils Kräfte befreundeter Organisationen vor Ort im Einsatz. Die Rot Kreuz Führungskraft muss die organisatorischen Abläufe koordinieren und kümmert sich auch in Zusammenarbeit mit dem Führungsgrundgebiet 4 des Bezirksrettungskommandos unter Isabela Eberl um die Verpflegung aller eingesetzter Kräfte. „Anfangs halfen auch noch die Innsbrucker Feuerwehren mit, bei der wir uns ganz herzlich bedanken, vor allem Albert Pfeifhofer, Bezirksfeuerwehrkommandant gebührt unser Dank für die tatkräftige Mithilfe. Generell ist die Zusammenarbeit im Drive-in eine sehr angenehme und konstruktive. Vielen Dank an alle Beteiligten – ihr seid spitze!“, so Peter Mähr – die verantwortliche Führungskraft aus dem Bezirksrettungskommando Innsbruck.

Abläufe digitalisiert

Aber auch die organisatorischen Abläufe durchliefen einen Lernprozess. War es anfangs noch ein papierbasierendes System arbeiten wir jetzt vollelektronisch. Ein Scanner erfasst die Daten, die wir mit der Probe `verheiraten` und schickt diese direkt ins Labor. Die Probe selbst wird dann abgeholt und ebenfalls ins Labor gebracht. Mit der unverwechselbaren Nummer der Probe und den Daten können die Patienten dann zeitnah über das Ergebnis informiert werden. “Um das System und die Abläufe transparent zu gestalten war es auch eine meiner Aufgaben ein ständig wachsendes und weiterentwickeltes Manual zu verfassen, das unter der tatkräftigen Mithilfe von Jörg Waldner, verantwortlicher Ansprechpartner in der Rotes Kreuz Tirol gemeinnützige Rettungsdienst GmbH entstand. Diese Unterlagen stehen auch für andere Screeningstraßen gerne zur Verfügung.”, so der Einsatzleiter.

Dank an alle Beteiligten

Eine der großen Stärken des Roten Kreuzes ist die Vernetzung und die organisationsübergreifende Zusammenarbeit. Darum vielen Dank an alle beteiligten Organisationen wie Land Tirol, Leitstelle Tirol, Stadt Innsbruck mit der mobilen Überwachungsgruppe, den Innsbrucker Feuerwehren sowie den Labors. Ein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen der Olympiaworld Innsbruck für die Bereitstellung dieser optimal geeigneten Räumlichkeiten und die tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung.

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